10. Spieltag 2019/20 Mühsamer Zittersieg in Fuchsstadt

SV Fuchsstadt – SV Kleinochsenfurt 1:2 (0:1)

10. Spieltag am 13.10.2019

Die Revanche ist geglückt. Nach dem denkwürdigen und unseligen 5:6 im August 2016, als man zum letzten Mal in Albertshausen, gegen den SV Fuchsstadt, nach hoher Führung, noch verloren hatte, gab es gestern kein Dejavue. Trotz großem Kampf gelang es der Heimelf diesmal nicht einen 0:2-Rückstand zu drehen. Mit etwas Glück und vereinten Kräften retteten die Schwarz-Roten den knappen Vorsprung über die Zeit.

In der ersten Halbzeit dominierte der SVK das Spiel über weite Strecken deutlich und hätte höher führen können. Nach einigen Umstellungen und dem zwischenzeitlichen 0:2 kurz nach der Pause atmeten viele SVK´ler auf und hofften auf einen sicheren Sieg. Doch nach dem schnellen Anschlusstreffer rochen die Grün-Weißen plötzlich wieder Morgenluft und warfen alles nach vorne. Vor allem SVK-Torsteher Flo Schulz war es in einigen brenzligen Situationen zu verdanken, dass es beim wichtigen Arbeitssieg für die Aber-Schützlinge blieb.

Mit dem „dreckigen“ Dreier haben sich die Mainufer-Kicker vorübergehend auf Platz drei verbessert. Allerdings hat Eibelstadt II im Dienstag-Nachholspiel in Goglhofen die Chance wieder vorbeizuziehen. In zwei Wochen kommt es zum Show-Down zwischen dem SVK und der Eibelstädter Reserve. Vorher steht das große Derby beim Ochsenfurter FV an. Um den FC Kirchheim und der weiter sehr starken Spielgemeinschaft Erlach/Sulzfeld II auf den Fersen zu bleiben, müssen beide Matches unbedingt gewonnen werden. Dass dies nicht leicht wird, hat das Spiel gegen den Tabellenletzten gezeigt.

Der SV Fuchsstadt hat vor allem im zweiten Abschnitt mit großer Moral und Einsatzbereitschaft dem Favoriten enorme Probleme bereitet. Momentan fehlt den Grünweißen auch etwas das Spielglück. Nächste Woche tritt man in Eibelstadt an und vielleicht wendet sich dort das Blatt wieder zu Gunsten der Schlossarek-Truppe.

Bei sommerlich warmen Temperaturen und vor vielen Kleinochsenfurter mitgereisten Fans, begann die Partie, nach einer längeren Verletzungspause im Vorspiel der Reserve, circa 20 Minuten später. Beim SVK, der nach wie vor auf seinen Kapitän Patty Andrasch verzichten musste, war Coach Eddy Aber wieder im Aufgebot.

Fuchsstadt zeigte in der Anfangsphase wenig Respekt und hielt gut dagegen. Doch bereits nach 8. Minuten hätten die Gäste führen können. Nach einer Ecke von Diaby traf Torjäger Marvin Weidlich am langen Eck nur den Außenpfosten. Der SVF lauerte auf Konter und hätte mit einer Bogenlampe über Keeper Schulz hinweg, seine erste gute Chance. Die Partie war weiter sehr ausgeglichen, und es gab Chancen hüben, wie drüben. Wiederum Weidlich und ein Angreifer der Heimelf vergaben aber kläglich. Nach etwa 20 Minuten forcierte der Gast das Tempo und hatte mehrfach gute Möglichkeiten zur Führung. Doch weder Julian Mähler per Kopf, Marc Schwittai aus der Distanz, zweimal Weidlich, noch Ahmed Diaby allein vor dem Keeper brachten die Kugel ins Eckige. Was die Stürmer des SVK nicht fertig brachten, erledigte schließlich ein Spieler der Grünweißen selbst. Nach einem scharf getretenen Freistoß wollte Nils Kleinschroth klären, doch wenn Du Scheiße an den Füßen hast, geht das Ding halt nach hinten in die eigene Kiste. So musste ein Eigentor herhalten, um die verdiente Führung sicherzustellen. Und der SVK hätte nachlegen können. Kurz vor dem Halbzeitpfiff hatte Andi Hartner aus 7 Meter nochmal ein Riesending zum 0:2, doch um Zentimeter rauschte die Kugel am kurzen Pfosten vorbei.

Im zweiten Durchgang änderte SVK-Coach Eddy Aber die Aufstellung und brachte sich selbst ins Spiel. Und er musste mitansehen, wie Fuchsstadt eine Großchance zum Ausgleich liegen ließ. Nach schönem Querpass konnte sich der SVF-Angreifer die Ecke aussuchen und verzog aus 8 Metern freistehend.  Fast im Gegenzug, dann das vorentscheidende 0:2. Den schönsten Angriff der gesamten Begegnung vollendete Marv Weidlich auf Flanke von Onur Kocak per Kopfball aus 10 Metern unhaltbar ins rechte Eck. Schon der 11. Saisontreffer des SVK-Goalgetters. Der SVK wollte nun die Entscheidung und Josip Krizek scheiterte 5 Minuten später aus spitzem Winkel.

Fuchsstadt krempelte nun die Ärmel hoch und gewann plötzlich fast alle Zweikämpfe und „zweiten Bälle“. Nachdem SVK-Schlussmann Flo Schulz bei einer Ecke noch glänzend parieren konnte leistete er sich in der 57. einen dicken Patzer. Bei einem Pressschlag am 16er und Querschläger zögerte er einen Augenblick im Herauslaufen und kam die entscheidenden Sekundenbruchteile zu spät, um das trudelnde Spielgerät zu fangen. Angreifer Rudi Kool reagierte blitzschnell und schnippelte die Kugel vorbei ins leere Tor.

Nun war Fuchsstadt Herr im Haus und die Abwehr der Gäste kam ins Schwimmen. Auf Seiten des SVK fehlte die Entlastung in der Offensive. Schon im Mittelfeld blieben die Bälle hängen. Die Heimelf drückte auf den Ausgleich, doch Torsteher Schulz warf sich allen Schüssen und Flanken mutig entgegen. So konnte er einige Hochkaräter entschärfen.

Der Heimelf fehlte in der Phase die Kaltschnäuzigkeit und Präzision im Abschluss. Einige sehr gute Freistoß-Möglichkeiten wurden leichtfertig vergeben.

Als die Kugel dann doch im SVK-Kasten lag, hatte der Schiri vorher abgepfiffen und auf Freistoß für Grünweiß entschieden.

In der Schlussphase fing sich der SVK wieder und kämpfte leidenschaftlich um jeden Zentimeter. Clever spielte man die letzten 5-10 Minuten herunter, ohne dass sich noch Nennenswertes abspielte.

Fazit:

Nach einer ordentlichen ersten Halbzeit baute der SVK – erstmals in der Saison – in der zweiten Halbzeit zusehends kräftemäßig und läuferisch ab. Dies sollte den Verantwortlichen zu denken geben. Gegen den tapfer kämpfenden, aber in seinen Bemühungen zu fahrlässig agierenden Tabellenletzten, Fuchsstadt, hat es gerade noch zum Sieg gereicht. Aber noch stehen vier harte Spiele an, bevor es in die Winterpause geht. Deshalb sollte man in den kommenden Wochen im Training und Spiel wieder das Gaspedal durchdrücken, um nicht den Anschluss nach oben zu verlieren. Viva la SVK!

Für den SVK spielten: Florian Schulz – Fabian Hemmkeppler, Josip Krizek, Marco Müller, Marc Schwittai – Andreas Hartner, Onur Kocak, Mohamed Nesib, Ahmed Diaby, Julian Mähler – Marvin Weidlich

Einwechselspieler: Shukri Selishta (35.), Edwin Aber (46.), Alexander Tschubanow (72.)

Tore: 0:1 Nils Kleinschroth (ET, 44.), 0:2 Marvin Weidlich (48.), 1:2 Rudolf Kool (57.)

Ecken: 4:5

Zuschauer: 90

Share:

Anstehende Veranstaltungen