Verhagelte Stimmung beim SVK

  • 28. März 2024
  • Rainer Kernwein
  • Allgemein
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Gnodstadt dreht Spitzenspiel noch

SV Kleinochsenfurt – TSV Gnodstadt 1:2 (1:0)

18. Spieltag am 24.03.2024

Das dürfte es dann gewesen sein, mit unseren Meisterschaftsträumen. Nach der Pleite am Sonntag ist der Rückstand auf Spitzenreiter Gnodstadt auf satte 8 Punkte angewachsen und auch auf Platz Zwei, den unsere Nachbarn vom Ochsenfurter FV innehaben, sind es deren schon sieben. Um am Ende noch auf einen der beiden vorderen Plätze zu kommen, müsste schon sehr viel zusammen kommen.

Nach einer starken ersten Halbzeit, in der wir alles in Griff hatten und durchaus hätten höher führen können, drehte sich die Partie im zweiten Durchgang komplett. Sicher spielte hierbei der Ausfall von Kapitän Marcel Bucak und Isi-Vertreter Apo Mutlu eine große Rolle. Schon vor dem Spiel musste SVK-Top-Torjäger Isi Ramaj angeschlagen passen Die Grünweißen Gäste nutzten die Gunst der Stunde und wendeten das Blatt in der letzten Viertelstunde durch zwei Standards noch. Letztendlich war der Sieg aufgrund der zweiten Halbzeit auch verdient. Somit steht der TSV fast schon mit einem Bein in der Kreisklasse. Die ärgsten Konkurrenten OFV und Rottenbauer hat man Zuhause. Da dürfte bei dem Vorsprung nicht mehr viel schief gehen.

Unser SVK muss sich jetzt erst wieder berappeln und die Wunden lecken. SVK-Coach Eddy Aber und die Verantwortlichen müssen die Jungs nach der bitteren Niederlage erst wieder aufbauen, denn schon am kommenden Osterwochenende stehen zwei Spiele in Frickenhausen und Sommerhausen/Winterhausen II an. Trotz des Rückschlags gilt es, weiter dran zu bleiben und die theoretische Chance auf Platz Zwei zu wahren.

Zum Spiel:

Mit nahezu der gleichen Aufstellung wie gegen Rottenbauer, außer Isi, liefen wir gegen den ungeschlagenen Klassenprimus auf. Leo war wieder im Tor und Apo Mutlu nahm die vakante Sturmposition ein. Somit wurde es nichts mit dem Torjäger-Duell mit Gnodstadts Noah Hofmann, der im Spiel allerdings ebenfalls keine große Rolle spielen sollte. Ohne gegnerische Einwirkung verletzte sich der Youngster und musste zur Pause ausgewechselt werden.

Selbstbewusst und mit Elan gingen wir ins Spiel. Mit dem Schwung der letzten Erfolge lief die Kugel gut und nachdem Johann eine Großchance hatten liegen lassen, netzte er nach toller Vorarbeit von Apo und Onur zur verdienten Führung ein. Wir ließen Ball und Gegner laufen und der gut aufgelegte Johann hätte nach einem Konter allein vor dem Keeper auf 2:0 erhöhen müssen. Die Raumaufteilung, die Zweikämpfe und das Passspiel. Es passte Alles. Gnodstadt kam überhaupt nicht ins Spiel, hatte aber in der 35. die Großchance zum Ausgleich, doch aus kurzer Distanz setzte man die Kugel neben das Gehäuse.

Im zweiten Durchgang fehlten dann zwei der stärksten SVK-Protagonisten. Marcel und Apo mussten verletzt passen. Zwar probierte es Marcel nochmal, doch die Zerrung im Oberschenkel war zu stark. Es waren keine 5 Minuten gespielt, als der gute Schiri das Match aufgrund eines wahren Hagelsturms unterbrach. Als es ein paar Minuten später wieder weiterging begann die große Abwehrschlacht. Das Wasser stand auf dem Rasen und die Kälte schien unsere Spieler zu lähmen. Postwendend kamen die Bälle, die wir vorschlugen, wieder zurück. Es fehlten die Anspielstationen und wenn wir die Pille hatten, war sie ruckzuck wieder weg.

Gnodstadt hatte uns nun im Schwitzkasten und unsere Abwehr stemmte sich dagegen. Leo im Tor hielt was zu halten war und kratzte einen präzisen Kopfball nach einer Ecke aus dem Toreck. In der 75. Minute war es dann soweit. Völlig unnötig produzierten wir einen Foulelfmeter, der sicher verwandelt wurde. Ein Unentschieden, das wussten wir, hilft uns bei der Tabellenkonstellation nicht weiter, war aber besser wie nichts. Nach einer 10-Minuten-Zeitstrafe für Gnodstadt witterten wir Morgenluft und wurden etwas mutiger.

In der 86. gab es Freistoß für die Gäste. Diesen führte Manuel Brand blitzschnell aus, bevor wir uns vor den Ball stellen konnten. Aus 25 Meter donnerte er die Kugel aus halbrechter Position an den linken Innenpfosten und von dort klatsche das Spielgerät in die Maschen.

In der Nachspielzeit hatte Johann dann noch den Ausgleich auf dem Schlappen, doch sein Abschluss war zu unplatziert und konnte vom TSV-Goalie pariert werden. Dies war auch gleichzeitig der einzige Schuss auf das Gästetor in der zweiten Halbzeit.

Die Grünweißen hatten in der Schlussphase noch ein, zwei gute Möglichkeiten, doch Leo war auf den Posten.  

Bilder: Anpfiff-Info. Vielen Dank hierfür!!!

Fazit:

Es ist wie verhext. Immer, wenn es für uns um die Wurst geht, brechen uns die wichtigsten Spieler weg. Leider konnten einige Akteure auch nicht Ihre Topleistung abrufen. So bauten wir den Gegner sukzessive auf und es kam so wie es kommen musste. Dass die entscheidenden Tore aus Standards resultierten war für das Spiel bezeichnend, denn aus dem Spiel heraus hätten Sie es wohl nicht geschafft.

Bitter und sehr Schade kann man nur sagen. Es bleibt zu hoffen, dass die Mannschaft den Kopf nicht in den Sand steckt und weiter seinen Weg geht. Man muss auch verlieren können. Das gehört zum Sport dazu. Viva la SVK!!!

Fazit:

Viva la SVK!

Für den SVK spielten:

Leo Oechsner – Tufan Senocak, Edwin Aber, Tim Michel, Ahmed Diaby – Marcel Bucak, Shukri Selishta, Johann Daoud, Ylli Rrafshi, Onur Kocak – Abdurahman Mutlu

Einwechselspieler: Patrick Weilbach (46.), Diellon Rrafshi (48.), Andreas Türker (62.), Erturul Senel (78.)

Tore: 1:0 Johann Daoud (17.), 1:1 Valentin Gebert (75.), 1:2 Manuel Brand (86.)

Gelbe Karte SVK: Diaby, Selishta, Daoud

Ecken: 4:4

Zuschauer: 100

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