Happy-End im Spitzenspiel

  • 8. November 2022
  • Rainer Kernwein
  • Allgemein
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ASV Ippesheim – SV Kleinochsenfurt 3:3 (0:1)

16. Spieltag am 06.11.2022

Viele Bilder vom Spiel gibt’s auf der Facebookseite von „Richies Blickwinkel“ https://www.facebook.com/RichiesBlickwinkel

Was für ein Finish!!! Im vorweggenommen Endspiel um die Meisterschaft erlöste unser Torjäger Ismir Ramaj alle SVK´ler mit seinem – nicht mehr für möglich gehaltenen – Ausgleich zum 3:3 und hält unser Team damit weiter erfolgreich im Titel-Rennen. Nach einer starken ersten Halbzeit, in der man die Heimelf klar dominierte, aber „nur“ mit 1:0 führte, übernahmen die Mittelfranken im zweiten Durchgang das Geschehen und konnten die Partie, trotz unserer erneuten Führung, in einer dramatischen Schlussphase noch zu Ihren Gunsten drehen. Doch mit bemerkenswerter Moral und unermüdlichen Kampfgeist erzwangen die Aber-Schützlinge noch das Unentschieden und damit den vielleicht entscheidenden Punkt, der uns bei Punktgleichheit im direkten Vergleich wieder vor Ippesheim bringt.

Zum Spiel:

Nachdem am Vorabend des Spiels die Hochzeit von unserem langjährigen Spieler Turgay Senel stattfand und ein Großteil der Mannschaft eingeladen war, stellte sich die große Frage, wie unsere Cracks, das rauschende Fest überstanden haben. Die Antwort lautete: die Meisten hatten es gut weggesteckt. Sogar der Bräutigam hatte sich auf den Weg gemacht und war auf der Bank mit dabei. An dieser Stelle nochmal die besten Glückwünsche und Danke für Alles.

Leider nicht am Start war Ahmed Diaby aus privaten Gründen. Von Beginn am Start waren hingegen unsere Youngsters Noah Saril und Joussef Gafsi.

Auf der Gegenseite war Top-Torjäger Yannick Wingenfeld zunächst nur auf der Bank. Ansonsten konnte das Trainer-Duo Pfeiffer/Albig seine beste Mannschaft aufs Feld schicken. Da in Ippesheim die Kerwa gefeiert wird, bestand unsere leise Hoffnung, dass vielleicht Einige auch etwas zu tief ins Glas geschaut haben.

Bei besten äußeren Bedingungen, einem sehr kalten Wind und ca. 300 Zuschauern stand die Partie unter der Leitung von Jürgen Walther, der sein 4285!!! Spiel als Schiri bestritt und das mit 80 Jahren. Allerhöchsten Respekt vor dieser Lebensleistung. Im Übrigen hatte er das Topspiel jederzeit unter Kontrolle und pfiff fehlerlos.  

Ex-Bundesliga-Schiri Walher war jederzeit Herr der Lage

Von Beginn an zeigte unser Team volles Engagement, war sehr ballsicher und schnürte die Heimelf in deren Hälfte ein. In der 9. Minute hatten alle SVK´ler den Torschrei schon auf den Lippen, doch der Kopfball von Eddy strich um Haaresbreite am rechten Pfosten vorbei. Ippesheim kam kaum über die Mittellinie und wenn, stand unserer Abwehr sehr sicher.

Die einzige Chance des ASV in Halbzeit Eins. Metin klärt!

Den Dauerdruck konnte die Heimelf nur 22. Minuten standhalten. Nach Steilpass von Marcel Bucak auf Johann Daoud, zog dieser unwiderstehlich auf rechts in den Strafraum und servierte unserem Sturmführer, Ismir Ramaj, das Spielgerät mustergültig zum 0:1. Die gleiche Szene in der 39. Minute, doch leider konnte Marcel die Kugel nicht unterbringen und ein Abwehrbein klärte auf der Linie. Mittlerweile war Y. Wingenfeld im Spiel, blieb aber noch ohne Aktion.

Das Spiel war umkämpft, aber absolut fair. Nur eine gelbe Karte im ganzen Match!

Dies sollte sich im zweiten Durchgang ändern. So langsam schwanden bei unseren Akteuren die Kräfte und die Heimmannschaft kam immer stärker auf. Nach einem ersten Warnschuss, der noch neben das Tor ging, war es dann Wingenfeld, der nach 69. Minuten aus 20 Meter frei abschließen durfte und traf. Der abgefälschte Flachsschuss klatschte gegen den linken Innenpfosten ins Tor. Der Treffer hatte sich irgendwie angebahnt, da auf unserer Seite die Entlastung nach vorne komplett verloren gegangen war. Doch irgendwie berappelte sich die Aber-Elf und sorgte endlich wieder für Gefahr vor den gegnerischen Kasten. Nach starken Solo von Johann und prächtigen Abschluss, der aber zu zentral geriet und vom Torwart pariert wurde, führte die nächste Aktion direkt zum Erfolg. Nach herrlichem Doppelpass mit Eddy hatte Diellon Rrafshi rechts im Strafraum plötzlich freie Bahn und bugsierte das Kunstleder eiskalt am Keeper vorbei zur erneuten Führung. Der Jubel auf und neben den Platz war riesig. Doch nur zwei Minuten später folgte die kalte Dusche. Am rechten 16er Eck düpierte Ippesheims Julian Zobel einen unserer Abwehrspieler und zirkelte die Kugel per Kunstschuss in den linken oberen Torgiebel. Das Momentum lag nun auf Seiten des Gastgebers, der die Chance nutzte und nur 5 Minuten später das 3:2 drauf setzte. Auf den linken Flügel hatte sich Wingenfeld durchgetankt und von der Grundlinie nach Innen auf seinen kongenialen Sturmpartner Markus Pfeiffer geflankt. Im Stile eines Torjägers wuchtete dieser das Leder zur erstmaligen Führung ein. Bei unseren Jungs ging der Kopf nach unten und Ippesheim hätte den Sack zu machen können. So rauschte ein Freistoß nur Zentimeter am Pfosten, des SVK-Gehäuses vorbei. Der nächste Standard landete sogar im Tor, doch die direkt verwandelte Ecke wurde von Schiri Walther zurückgepfiffen, nachdem  SVK-Goalie, Flo Geiger, gestoßen wurde.

Unsere Kicker warfen nun alles nach vorne. Die verzweifelten Angriffsversuche scheiterten jedoch an der fehlenden Präzision und dem Abwehrbollwerk der Heimelf. Doch in der 2. Minute der Nachspielzeit sollte das Wunder geschehen. Über rechts gelangte die Kugel zu Onur, der diese scharf nach innen zog und Isi die Pille aus 5 Metern humorlos unter die Latte feuerte.

Ismir Ramaj machte ein ganz starkes Spiel.

Unsere Jungs hatten das Unmöglich wahr gemacht und sich nicht dem Schicksal ergeben. Kurz danach war Schluss und die Erleichterung über den Last-Minute-Punkt riesengroß.

Fazit:

Viele Fragen stellen sich nach dem Spiel. Wie wäre es gelaufen, wenn alle topfit gewesen wären. Oder der ein oder andere mitgewirkt hätte? Ich denke, dass wir richtig stolz auf unsere Jungs sein können. Die erste Halbzeit war sicher einer der besten Vorstellungen der bisherigen Saison. Und: wir haben zurück gefightet, als keiner mehr einen Pfifferling auf uns gegeben hat. Der Punkt war verdient und der Rest Spekulation. Jetzt gilt es in der kommenden Woche gegen Gnodstadt nochmal alle Reserven raus zu kitzeln und sich die Tabellenführung zurück zu holen. Ob es am Ende der Saison zum großen Wurf reicht, steht aber noch in den Sternen, bzw. fließt bis dahin noch viel Wasser en Mee no. Viva la SVK!

Für den SVK spielten:

Florian Geiger – Tufan Senocak, Metin Yasar, Mohamed Nesib, Youseff Gafsi – Marcel Bucak, Shukri Selistha, Noah Saril, Edwin Aber, Johann Daoud,– Ismir Ramaj

Einwechselspieler: Diellon Rrafshi (66.), Onur Kocak (71.), Andreas Türker (78.)

Tore: 0:1 Ismir Ramaj (22.), 1:1 Yannick Wingenfeld (69.), 1:2 Diellon Rrafshi (76.), 2:2  Julian Zobel (78.), 3:2 Markus Pfeiffer (83.), 3:4 Ismir Ramaj (90.+2.)

Gelbe Karten SVK: Daoud

Ecken: 4:6

Zuschauer: 300

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