Rien Ne Va Plus – Nichts geht mehr

Durch die Ausgangsbeschränkung, der Sperrung aller Gaststätten und Sportheime, sowie der Einstellung des Spiel- und Trainingsbetriebs ist das Vereinsleben auch beim SV Kleinochsenfurt zum Stillstand gekommen.

Vier gesellschaftliche und sportliche Highlights des Jahres mussten bereits abgesagt werden.

Neben dem Indoor-Cup und der 80’er/90’er-Fete fallen jetzt auch der traditionelle Preisschafkopf am 03. April und das neue Schlachtschüsselessen am 17. April ins Wasser.

Schwere finanzielle Einbußen auf der einen Seite – gesellschaftlicher und sportlicher Stillstand auf der anderen.

Wie soll es nur Weitergehen?

Die Corona-Pandemie ist erst am Anfang, die große Welle erwartet uns noch. So lauten die Prognosen der Virologen und Mediziner. Die Ausgangsbeschränkung ist die wohl effektivste Maßnahme um den grassierenden Virus zu stoppen. Ein Kontaktverbot nutzt aber nur etwas, wenn es einen längeren Zeitraum umfasst. Deshalb kann man mit zu 100 Prozentiger Sicherheit davon ausgehen, dass die 14-tägige Frist bis mindestens 19. April verlängert wird.
Viele Experten gehen davon aus, dass die Beschränkungen sogar bis Mitte Mai andauern. Was würde das für uns bedeuten?

1. Sportlich:

Je länger die Pause sein wird, desto unwahrscheinlicher ist es, dass die Runde noch vor den Sommerferien zu Ende gespielt wird. Deshalb muss der DFB/BFV so schnell wie möglich, aber bis spätestens Anfang Mai eine Entscheidung gefällt haben.
Die fairste Lösung für alle Vereine und für die Gesundheit aller Spieler und Zuschauer wäre meiner Ansicht nach, die Runde jetzt abzubrechen und ab Ende August/Anfang September fertig zu spielen. Dies würde bedeuten, dass wir auch Zukünftig die Saison in einem Kalenderjahr bestreiten. März bis Anfang Juni Vorrunde, ab August die Rückrunde.
Inakzeptabel ist es meiner Meinung nach, die Saison jetzt abzubrechen und für Null und Nichtig zu erklären. Auch die Wertung nach Stand Vorrunde ist nicht nachvollziehbar, da einige Teams zwei bis drei Spiele weniger auf den Buckel haben.
Wie immer sich der BFV/DFB entscheiden wird, wir werden es akzeptieren müssen. Wir können nur hoffen, dass wir so eine Situation niemals mehr erleben müssen.
Die Tore zu den Sportstätten und Vereinsheimen sind verschlossen!

2. Wirtschaftlich

Je länger die Vereine keine Einnahmen aus Festen, Wirtschaftsbetrieb und Fußballspielen haben, desto düsterer sieht es in den Vereinskassen aus. Es wird nicht ausbleiben, dass viele Clubs schnelle staatliche Hilfen in Anspruch nehmen müssen, um für Entlastung zu sorgen. Trainer und Angestellte sind in der jetzigen Lage arbeitslos und müssen/sollten entweder komplett oder zumindest auf einen Großteil Ihres Geldes verzichten.
Trotzdem haben die Vereine Ausgaben für Kreditrückzahlungen, Versicherungen, Steuern und sonstigen Verpflichtungen.
In vielen Fällen kann nur der Staat verhindern, dass viele Vereine am Ende komplett zahlungsunfähig werden und aufgeben müssen.

3. Gesellschaftlich

Ein Verein ohne Feste, Spiele der Herren und Jugendmannschaften, Stammtische oder sonstigen Aktivitäten ist im Grunde genommen kein Verein mehr. Gerade die sozialen Kontakte sowohl auf den grünen Rasen, als auch neben den Platz, machen das Vereinsleben aus.
Erst jetzt, wo man auf so Vieles verzichten muss, wird einen bewusst, was für einen Stellenwert der Verein und der Fußball für jeden Einzelnen gehabt hat.

Fazit:

Die Ungewissheit ist groß, wie es weitergehen mag. Ist die Corona-Krise nur der Anfang einer globalen Apokalypse? Wird unser Leben jemals wieder so, wir wir es gekannt und geliebt haben?
Diese elementaren Fragen beschäftigen uns momentan Tag und Nacht. Der Fußball, so sehr wie wir Ihn vermissen, ist nach wie vor nur eine Nebensache. Vielmehr ist es wichtig, dass wir alles tun, um die Krise zu bewältigen. Uns an die Regeln halten und abzuwarten, wie es weiter geht.
Ein großer Dank geht an alle Ärzte und Pflegekräfte in den Kliniken, Arztpraxen, Pflege- und Altersheimen. Sie setzen zum Teil Ihr Leben auf´s Spiel um unser Leben zu retten.
Gemeinsam können wir die Krise überwinden. Für viele ist es auch die Chance sich anderen Facetten seines Lebens mehr zu widmen, die er lange vernachlässigt hat.
So gilt abschließend mein Appell. Bleibt weiterhin Zuhause und helft damit die Pandemie zu stoppen. Bleibt oder werdet wieder Gesund!
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