12. Spieltag 2019/20 Das Glück des Tüchtigen

SV Kleinochsenfurt – FC Eibelstadt II 3:2 (2:1)

12. Spieltag am 27.10.2019

Was für eine Dramatik in der Schlussphase beim mit Spannung erwarteten Verfolgerduell! Mit einem Abstauber-Tor zum 3:2-Siegtreffer in der 90. Minute belohnte Kapitän Julian Mähler das furiose Powerplay-Spiel des SVK in den letzten 15 Minuten. In diesem Zeitraum hatten die Black-Boys zahlreiche hochkarätige Chancen vergeben, den erlösenden Treffer zu erzielen.

In einem jederzeit unterhaltsamen, aber nicht hochklassigen Kampfspiel war der Sieg am Ende verdient, auch wenn der SVK im zweiten Spielabschnitt zunächst nicht an die gute Leistung der ersten Halbzeit anknüpfen konnte und der Gast mit seinen nadelstichartigen Kontern immer brandgefährlich war.

Mit dem „dreckigen Dreier“ bleibt die Aber-Elf dem Führungstrio auf den Fersen und könnte mit einem Sieg, bei der am kommenden Sonntag anstehenden „Schlacht von Gaubüttelbrunn“, sich um einen oder sogar zwei Plätze nach oben schieben.

Die Eibelstädter Kreisliga-Reserve hat den SVK alles abverlangt und muss in den nächsten schweren Spielen gegen den wieder erstarkten OFV, in „Beach“ und nochmal auswärts in Tückelhausen schauen, dass sie nicht komplett den Anschluss verliert.

Vor dem Anpfiff musste SVK-Coach Eddy Aber kurzfristig, den zuletzt immer stärker werdenden  Torsteher, Flo Schulz, ersetzen. Ersatzkeeper Olli Skaletz, erklärte sich bereit und nahm den Platz zwischen den Pfosten ein. Im Gegensatz zur Vorwoche konnte Aber allerdings wieder auf Routinier Fabian Hemmkeppler bauen und auch Kilian Scheuring kehrte in den Kader zurück. Erstmals kam der etwas angeschlagene Andi Hartner nicht von Anfang an zum Einsatz.

Leider nicht dabei waren Alex Tschubanow und der Langzeitverletzte Patti Andrasch.

Bei nasskalten Bedingungen setzten die ganz in Schwarz aufgelaufenen Kleinochsenfurter die Gäste in der Anfangsphase gewaltig unter Druck und hatten durch Krizeks Flachschuss und Weidlichs Alleingang, den FCE-Keeper und Spielführer Christoph Merker bockstark parieren konnte, gleich zwei gute Gelegenheiten. Was folgte war aber die kalte Dusche durch die Rotweißen Eibelstädter, die Ihre erste Torannäherung gleich zur Führung nutzen konnten. Eine Flanke aus dem Halbfeld in der 16er fand einen ungedeckten Abnehmer, der über den herauslaufenden Skaletz, die Kugel an den Pfosten setzte. Den Abpraller netzte der nachgerückte Eduard Harms zum überraschenden 0:1 ein. Der SVK zeigte sich nicht großartig schockiert und spielte seinen Kurz-Pass-Stiefel in Ruhe runter. Der FCE hatten den Ticki-Tacka wenig entgegen zu setzen und machte Fehler. Einen kapitalen Aussetzer nutzte Mo Nesib in der 12. Minute und luchste im Strafraum einen Abwehrspieler den Ball ab, legte quer auf den freistehenden Marv Weidlich, der keine Mühe hatte aus 5 Meter einzuschieben. In der 30. dann ein Superangriff über rechts. Aus vollen Lauf zog Julian Mähler die Kugel vor die Eibelstädter Kiste, doch Marv Weidlich brachte aus 4 Metern das Kunststück fertig das Kunstleder über den Querbalken zu donnern. Fast hätte sich die Fahrlässigkeit gerächt, doch ein Ballverlust im eigenen 16er wussten die Gäste nicht zu nutzen. Der SVK drückte weiter und ging fast mit dem Pausenpfiff in Führung. Wieder verloren die Rot-Weißen vor der eigenen Box die Orientierung und nach einem Pressschlag sprang Mo Nesib die Pille vor die Füße. Cool und überlegt ließ er sich die Chance nicht entgehen und lochte zum 2:1 aus 10 Metern ein.

Die zweite Halbzeit war gerade 5 Minuten alt, da hätten die Gäste ausgleichen müssen. Aber wie zuvor Weidlich, versagte ein Eibelstadter aus 5 Meter. Fast im Gegenzug dann die Monsterchance zum 3:1. Doch wieder wurde es nichts mit den 13. Saisontor von Torjäger Marv Weidlich, der an Merker scheiterte. Mittlerweile war Ex-SVK-Eigengewächs Leon Lange im Spiel und hatte prompt in der 63. Minute die Riesenchance zum Ausgleich, doch Kili Scheuring rettete per Mega-Grätsche auf der Linie. Der anschließende Eckball brachte aber trotzdem das mittlerweile nicht unverdiente 2:2. Per Kopf staubte Johannes Kleinberg nach einem vorherigen Lattentreffer ab. Dies war die Quittung für das laxe und zu fahrlässige Spiel der Black-Boys in Halbzeit Zwei. Bis zur 75. Minuten lief nichts mehr zusammen. Der Faden war komplett gerissen und die Gäste witterten Morgenluft.  

Die Zeit lief der Heimelf langsam davon. Es drohte ein weiteres Unentschieden und damit verbunden ein weiterer Rückschlag im Aufstiegsrennen. Irgendwie, angestachelt von den Zuschauern und angetrieben von Spielertrainer Eddy Aber, fanden die Mainufer-Kicker wieder Ihren Rhythmus. Über den Kampf fand man wieder ins Spiel und automatisch  ergaben sich wieder hochkarätige Torchancen. Onur Kocak frei aus 8 Metern an die Unterkante der Latte oder zweimal Andi Hartner, der jeweils an Merker scheiterte. Der SVK gab nicht auf und SVK-Coach Eddy Aber spielte die letzten Minuten All-Inn. Mit vier Stürmern belagerten die Black-Boys, die immer löchriger werdende Gästeabwehr und nach einem Innenpfosten-Schuss, reagierte Juli Mähler am Schnellsten und drückte das Spielgerät aus 5 Metern zum vielumjubelten Siegtreffer über die Linie.

In der Nachspielzeit hatte dann Marv Weidlich noch die Mega-Chance zu erhöhen, aber wiederum war FCE-Keeper Merker, zur Stelle.

Fazit:

Ihren eigenen Schweinehund mussten die Aber-Schützlinge überwinden, um wieder ins Spiel zu finden. Mit starker Moral und den zuletzt so vermissten, unbedingten Siegeswillen schaffte es die Mannschaft sich selbst aus dem Schlammassel zu ziehen und den wichtigen Dreier einzufahren. Wie fast schon gewohnt fiel auch diesmal der SVK im zweiten Abschnitt in sein selbst geschaufeltes Loch. Einige Spieler lassen im sicheren Gefühl des Sieges die Zügel schleifen und geben einfach nicht mehr 100 Prozent. Und schon ist der Gegner wieder im Spiel. Nur wenn es uns gelingt, dass ALLE über 90 Minuten – oder ein paar mehr – auch ALLES geben, werden wir unsere Spiele wieder überzeugender und vor allem sicherer gewinnen. Daran müssen wir arbeiten. Momentan ist jede Partie eine Zitterorgie. Ausgang nach allen Seiten offen.

Noch zwei Spiele stehen an. In GBB und gegen Tückelhausen. Das Ziel muss sein sechs Punkte zu holen. Nur dann werden wir mit den großen Favoriten Ippesheim und Kirchheim Schritt halten können. Jeder Akteur muss sich dessen bewusst sein und im Training und Spiel einfach nochmal das Letzte aus sich herausholen. Bald ist Winterpause und genug Zeit sich auszuruhen. Auf nach Beach! Lets get ready to Rumble! Viva la SVK!

Für den SVK spielten: Oliver Skaletz – Josip Krizek, Fabian Hemmkeppler, Marco Müller, Marc Schwittai – Mohamed Nesib, Onur Kocak, Shukri Selishta, Edwin Aber, Julian Mähler – Marvin Weidlich

Einwechselspieler: Kilian Scheuring (46.), Ahmed Diaby (61.), Andreas Hartner (65)

Tore: 0:1 Eduard Harms (12.), 1:1 Marvin Weidlich (18.), 2:1 Mohamed Nesib (45.), 2:2 Johannes Kleinberg (65.), 3:2 Julian Mähler (90.)

Ecken: 5:3

Zuschauer: 60

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